• Wigab AG
    Die Wigab AG, langjährige Trägerin der Wiga in Buchs, ist in Konkurs.  (Heini Schwendener)

Wigab geht in Konkurs

Das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland hat entschieden, dass die Wigab AG pleite ist. Während die Gläubiger ihr Geld abschreiben müssen, zeichnet sich ein Neustart der Wiga mit den Gewerbeverbänden ab.

Mit dem Konkurs der Wigab AG schliesst sich ein Kapitel im Streit um die Werdenberger Industrie- und Gewerbeausstellung. Das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland hat gestern Mittag den Konkurs über die Wigab AG eröffnet. «Die Bilanz ist überschuldet», hat der zuständige Einzelrichter entschieden. Mit der Eröffnung des Konkurses soll weiterer Schaden für die Gläubiger abgewendet werden. Es war Christine Hug-Stauffacher, die einzige Verwaltungsrätin der Wigab AG, welche die Bilanz des Unternehmens deponiert hatte, wie der W&O berichtet. Die beiden Mit-Aktionäre Paul Schlegel und Josef Müller-Tschirky haben zwar einen Konkursaufschub beantragt, doch das Gericht lehnte jenen gestern ab. Für die Gläubiger sieht es damit nicht gut.  Weil über der Gesellschaft der Pleitegeier kreist, müssen sie wohl mit einem Zahlungsausfall rechnen.  Gleichzeitig beginnt für die Messe selbst ein neues Kapitel in einer Geschichte, die Medien bereits als Seifenoper bezeichneten. Denn für die neue Wigab stehen bereits drei Unternehmer in den Startlöchern. 

Meilenstein steht bevor

Harald Müntener, Hansjörg Lutzi und Hardy Rothenberger sind angetreten, um die Messe 2019 zu retten. Die drei Unternehmer konnten sich per Vertrag die Marken- und Domainrechte der Wiga sichern. Die Rede ist unbestätigten Informationen zufolge von 20 000 Franken, die an die Wigab AG bezahlt wurden. Die Werdenberger Wirtschafts-Organisation (WWO) hat die neuen Wiga-Macher nun für kommenden Montag eingeladen, um ihr Konzept vorzustellen. Versöhnliche Worte findet Rolf Pfeiffer als Vertreter von WWO und Wirtschaft Buchs: «Wir sind sehr erfreut, dass Leone Ming und Georges Lüchinger die Wiga organisieren sollen». Pfeiffer spricht von einem Meilenstein, der am Montag erreicht werden könnte. Allerdings hängt das nun ganz von Müntener, Lutzi und Rothenberger ab.

10 Prozent sind entscheidend

Denn die Gewerbeverbände wollen noch immer eine höhere Beiteilgung an der neuen Aktiengesellschaft. Das Angebot der drei Unternehmer laute nach wie vor 30 Prozent. Bislang blieben sie stur. «Dabei wären 40 Prozent ein schönes Zeichen, dass sie auf die Gewerbeverbände  zugehen würden». Mit dem bestehenden Angebot, so fürchtet Pfeiffer, werde es zu keiner Einigung kommen am Montag. Zwar wollen die Verbände die Wiga auf jeden Fall aufrecht erhalten, dennoch möchten sie an ihren Forderungen festhalten. Immerhin sind sie ein wichtiger Eckpfeiler für die Messe.

Nach dem monatelangem Hin und Her könnte mit einem höheren Angebot die Messe einen versöhnlichen Neustart hinlegen. Die Gewerbeverbände haben ihr wichtigstes Ziel erreicht: Paul Schlegel, in den sie das Vertrauen verloren hatten, ist an der neuen Gesellschaft nicht mehr beteiligt. Durch den Leistungsauftrag an Ming und Lüchinger wäre es laut Müntener auch zeitlich zwar sportlich, aber noch möglich die Wiga 2019 auf die Beine zu stellen. Ein Happy End könnte bevorstehen. (dal)

17. Nov 2018 / 08:00
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