• Die Jacobs-Kaffeeholding JDE Peet's, zu der auch die Kaffeekette Douwe Egberts gehört, hat beim Börsengang in Amsterdam 2,3 Milliarden Euro eingesammelt.(Archivbild)
    Die Jacobs-Kaffeeholding JDE Peet's, zu der auch die Kaffeekette Douwe Egberts gehört, hat beim Börsengang in Amsterdam 2,3 Milliarden Euro eingesammelt.(Archivbild)  (KEYSTONE/AP/PETER DEJONG)

JDE Peet's geht an Amsterdamer Börse

Die Kaffeeholding JDE Peet's hat bei Europas bislang grösstem Börsengang in diesem Jahr rund 2,3 Milliarden Euro an Geld eingesammelt. Angesichts der grossen Nachfrage zog das von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann beherrschte Unternehmen den Börsengang vor.
Amsterdam. 

Der Ausgabepreis wurde auf 31,50 Euro je Aktie festgelegt, wie der Konzern am Freitag zum Börsendebüt in Amsterdam mitteilte. Damit lag die Holding mit Kaffee-Marken wie Jacobs und Douwe Egberts in der oberen Hälfte der im Vorfeld angekündigten Preisspanne von 30 bis 32,35 Euro. JDE Peet's wird somit insgesamt mit 15,6 Milliarden Euro bewertet.

Nachgefragte Aktien

Der Konzern hatte bereits am Donnerstag auf eine "starke Nachfrage" von Investoren verwiesen. Das Angebot sei mehrfach überzeichnet gewesen, hiess es nun. Der Handel der JDE-Aktien soll an diesem Freitag beginnen. Ursprünglich war der Gang an die Börse für den Mittwoch nach Pfingsten geplant.

Mit der Erstnotiz kommt ein Unternehmen an die Börse, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro erzielt hat und zu dem unter anderem bekannte Marken wie Douwe Egberts, Jacobs, Senseo, Tassimo und Kenco gehören. JAB hatte zur Vorbereitung auf den Börsengang den weltweit zweitgrössten Kaffeeröster Jacobs Douwe Egberts (JDE) mit der US-Kaffeekette Peet's zusammengelegt.

Mit dem Geld aus dem Börsengang will der Nestlé-Rivale den Angaben zufolge unter anderem seine Schulden reduzieren und somit die Bilanz stärken.

Familie Reinmann behält Mehrheit

Zusätzlich zur Ausgabe neuer Aktien im Umfang von 700 Millionen Euro verkauften Alteigentümer Anteile im Wert von 1,55 Milliarden Euro. Die Familie will die Mehrheit auch nach dem Börsengang behalten. Etwa 17 Prozent der Aktien sind künftig im Streubesitz.

Die verschwiegene Familie Reimann gilt mit einem Vermögen von 35 Milliarden Euro als eine der reichsten in Deutschland. Sie hatte ihr Geld erst in Luxusanbieter investiert und hält die Mehrheit an der börsennotierten Kosmetikholding Coty, die unter Druck geraten ist. JAB ist auch am US-Getränkekonzern Keurig Dr. Pepper beteiligt, der mit JDE konkurriert.

mk (sda/awp/dpa)

29. Mai 2020 / 12:40
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