• Die US-Notenbank Fed bringt weitere Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft während der Coronakrise auf den Weg. (Themenbild)
    Die US-Notenbank Fed bringt weitere Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft während der Coronakrise auf den Weg. (Themenbild)  (KEYSTONE/AP/Andrew Harnik)

US-Notenbank legt grosses Krisenpaket auf

Die amerikanische Notenbank Fed stemmt sich mit aller Macht gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Nach starken Zinssenkungen und einem grossen Anleihekaufprogramm kündigte sie am Montag in Washington weitere Massnahmen an.
Washington. 

Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Ankündigung. An den Börsen besserte sich die zuvor schlechte Stimmung. Der Euro legte zu, der US-Dollar geriet unter Druck.

Zum einen erklärt sich die Federal Reserve bereit, unbegrenzt Staatsanleihen und bestimmte, mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu kaufen, soweit dies für das ordnungsgemässe Funktionieren von Finanzmärkten und Geldpolitik erforderlich ist. Bisher hatte die Fed zugesichert, Staatsanleihen im Wert von einer halben Billion Dollar und Hypothekenpapiere im Wert von 200 Milliarden Dollar zu erwerben.

Zum anderen legt die Fed drei Kreditprogramme auf, mit denen vor allem die amerikanischen Unternehmen und Haushalte gestützt werden sollen. Diese Programme haben einen Gesamtumfang von bis zu 300 Milliarden Dollar. Mit einem weiteren Programm soll der Kreditfluss an die Kommunen aufrecht erhalten werden. Ausserdem steigt die Notenbank in den Kauf von Unternehmensanleihen mit guter Bonität (Investment Grade) ein. Sie will darüber hinaus entsprechende börsengehandelte Fonds (ETF) über ein spezielles Programm erwerben.

Die neuen Krisenmassnahmen folgen auf bereits erhebliche Lockerungsschritte. Als Reaktion auf die Corona-Krise hatte die Fed unter anderem ihren Leitzins auf fast null Prozent reduziert, hohe Anleihekäufe angekündigt und das Weltfinanzsystem mit US-Dollar versorgt. An den Finanzmärkten sorgten diese Massnahmen jedoch kaum für Beruhigung, sondern riefen sogar zusätzliche Verunsicherung hervor. Fachleute argumentieren, die Fed könne zwar die Symptome der Virus-Krise etwas lindern, nicht aber den wirtschaftlichen Einbruch an sich verhindern. (sda/awp/reu)

23. Mär 2020 / 13:23
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