• Mit Geothermie soll Energie aus der Tiefe gewonnen werden. Der Bund hat 64,1 Millionen Franken für ein Projekt in der jurassischen Gemeinde Haute-Sorne gesprochen. Vorgesehen ist zunächst eine erste Explorationsbohrung, um die Beschaffenheit des Bodens zu erkunden. (Archivbild)
    Mit Geothermie soll Energie aus der Tiefe gewonnen werden. Der Bund hat 64,1 Millionen Franken für ein Projekt in der jurassischen Gemeinde Haute-Sorne gesprochen. Vorgesehen ist zunächst eine erste Explorationsbohrung, um die Beschaffenheit des Bodens zu erkunden. (Archivbild)  (KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Bund unterstützt Geothermieprojekt im Jura

Der Bund unterstützt das Tiefengeothermie-Pilotprojekt in der Gemeinde Haute-Sorne JU mit 64,1 Millionen Franken. Das Kraftwerk soll dereinst mit einer Leistung von maximal fünf Megawatt aus Erdwärme im Granitgestein Strom für rund 6000 Haushalte produzieren
Haute-Sorne JU. 

Die Auszahlung des Betrags erfolgt schrittweise in Abhängigkeit des Fortschreitens der Arbeiten, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) vom Mittwoch.

Das Pilotprojekt wurde 2018 vom Bundesgericht letztinstanzlich bewilligt, wie die Geo-Energie Suisse AG (GES) gleichentags mitteilte. Die Arbeiten sollen mit einer ersten Explorationsbohrung in grosser Tiefe beginnen, um detaillierte Grundlageninformationen über die Beschaffenheit des Untergrunds zu erhalten.

Diese Phase sei weitgehend risikolos, weil nur gemessen werde und nicht wie in Basel grosse Wassermengen eingepresst würden, schreibt GES weiter. In Basel und auch in St. Gallen waren Geothermie-Projekte in grosser Tiefe nach Erdbeben eingestellt worden.

Die geplante Bohrung stelle die erste vertiefte Untersuchung im gesamten Jurabogen dar und werde neue, wertvolle Erkenntnisse über den Untergrund der Region liefern, heisst es weiter. Auf Basis dieser Ergebnis würden die Verantwortlichen eine Einschätzung vornehmen, ob das Projekt weiterverfolgt werden soll mit einer zweiten Bohrung und einem neuen Verfahren, das den Untergrund im Gegensatz zu Basel in einzelnen Etappen mit kleinen Wasserinjektionen durchlässig mache.

Jura lässt Erdbebendaten auswerten

Die jurassische Kantonsregierung wartet laut der GES derzeit auf die Ergebnisse eines Gutachtens zum Erdbeben von 2017 im südkoreanischen Pohang, mit dem sie die unabhängigen Experten des Schweizerischen Erdbebendienstes beauftragt habe. Auf der Basis dieser Untersuchung werde die Kantonsregierung über die weiteren Schritte entscheiden.

Das BFE hatte für das Projekt bereits im Februar 2017 eine Geothermie-Garantie in der Höhe von maximal 47 Millionen Franken zugesprochen. Mit dem neuen Energiegesetz besteht seit 2018 neben der Garantie auch das neue Förderinstrument Geothermie-Erkundungsbeitrag.

Projektanten könnten entweder einen Erkundungsbeitrag oder eine Garantie beantragen: Die Geo Energie Suisse habe sich entschieden, eine Umwandlung der bestehenden Garantie in einen Erkundungsbeitrag zu beantragen.

Sicherheit soll oberste Priorität haben

Dieses Gesuch sei von einer Expertengruppe detailliert überprüft worden. Sie bescheinige dem Projekt eine qualitativ hochstehende Projektplanung und ein systematisches Risikomanagement. Die einzelnen Projektschritte seien detailliert geplant und die Sicherheit habe oberste Priorität.

Gestützt auf die Expertenmeinung und der Bedeutung der Tiefengeothermie zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 habe das BFE der Geo-Energie Suisse AG nun den Erkundungsbeitrag zugesprochen. (sda)

11. Sep 2019 / 15:00
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