• Durch das Bergwerk Schollberg sass die Susler AG an der Rohstoffquelle für seine Betonelemente.  (Daniel Schwendener)

Sulser AG schlittert in die Krise

Die Zementwarenfabrik Sulser AG in Trübbach, die zur Vogt-Gruppe in Balzers gehört, befindet sich in provisorischer Nachlassstundung. Das bedeutet, dass der Firma weniger als vier Monate bleiben, um eine Sanierung aufzugleisen.

Das KreisgerichtWerdenberg-Sarganserland gewährte diese Woche den entsprechenden Antrag des Unternehmens. Der Ablauf der provisorischen Nachlassstundung ist auf den 19.03.2019 gesetzt. Besteht in den nächsten Monaten keine Aussicht auf eine Sanierung, so eröffnet das Nachlassgericht von Amtes wegen den Konkurs über die Sulser Ag. In dieser Zeit wird sich also entscheiden, ob das Unternehmen nach dieser Krise wieder Fuss fassen kann. 

Wie «Wirtschaft regional» bereits berichtete, waren die letzten Jahre für die Sulser AG nicht einfach. Nach Personalabbau im ersten Quartal 2017 und Millionenverlusten hoffte das Unternehmen zuletzt auf ruhigeres Fahrwasser. Aus grosser Flughöhe betrachtet, ist es nicht ungewöhnlich, dass Firmen – wenn die Marktlage schlecht ist oder die Bautätigkeit stagniert – in leichte Schieflage geraten. Das könnte auch auf die Sulser AG zutreffen, die  in Trübbach Betonelemente produziert.

Das seien aber nicht die Gründe für die Verluste, die Sulser im Jahr 2016 hinnehmen musste. «Die grösseren Verluste sind eine Tatsache und seien auch auf Wertberichtigungen und Rückstellungen zurückzuführen», wie der ehemalige Geschäftsführer Kurt Willi im Mai 2017 erklärte. Davon konnte sich die Firma aber bis heute offenbar nicht erholen.

Die Sulser AG beschäftigt insgesamt 50 Mitarbeiter. Sie wurde vor 109 Jahren gegründet. Die Vogt-Gruppe hat den Betrieb 1987 übernommen. (dal)

23. Nov 2018 / 18:34
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