• Medicnova, Gamprin Bendern
    Die Forderungen der AHV-IV-FAK-Anstalten belaufen sich auf 120 000 Franken.  (Tatjana Schnalzger)

Medicnova: Weitere Forderungen eingegangen

Die Forderungen gegenüber der ehemaligen Privatklinik belaufen sich auf eine Höhe von 7 Mio. Franken.
Gamprin. 

Die amtlichen Kundmachungen vom 17. Juli zeigen: Auch mehr als ein Jahr nach der Schliessung der Medicnova AG in Gamprin gehen noch Forderungen ein. Am 21. August steht eine Prüfungstagsatzung an, bei der es um nachträglich angemeldete Forderungen der AHV-IV-FAK-Anstalten geht. Diese Forderungen belaufen sich auf 120 000 Franken, wie Masseverwalter Alexander Ospelt informiert. Von den gesamten an die Medicnova gestellten Forderungen von über 16 Mio. Franken wurden übrigens nur 7 Mio. anerkannt.

Nicht alle Gläubiger werden bedient werden können
Die Forderungen der AHV-IV-FAK-Anstalten werden wohl gedeckt werden können, wie Ospelt weiter informiert – denn aus dem Verkauf des Mobiliars sowie weiteren noch offenen Ansprüchen konnte der Masseverwalter bisher 1,7 Mio. Franken realisieren – und auch diese Summe kann sich noch erhöhen. «Wir prüfen noch weitere Ansprüche zugunsten der Medicnova», bestätigt Ospelt.
Dabei handelt es sich hauptsächlich um ausstehende Gelder der Krankenkassen und Privaten, die unter Umständen auf dem Gerichtsweg eingefordert werden müssen. Unter anderem seien noch etwa 250 000 Franken von Krankenkassen ausstehend. Das heisst auch, dass noch nicht alle erfolgten Eingriffe in der Medicnova gezahlt worden sind. Dies, obwohl die Privatklinik bereits am 6. Juli 2018 Konkurs angemeldet hat. Doch es kann Jahre dauern, bis diese Forderungen eingetrieben sind. Und erst dann kann die Betreibergesellschaft der Medicnova «gelöscht» und Ospelt als Masseverwalter enthoben werden. Klar ist allerdings schon jetzt – die Konkursmasse wird am Ende nicht ausreichen, um alle Gläubiger bedienen zu können. Immerhin konnten aber bereits rund 650 000 Franken inkl. Lohnnebenkosten an die ehemaligen Arbeitnehmer ausbezahlt werden.

Auch Verantwortlichkeitsklage steht im Raum
Das gesamte bewegliche Inventar der Privatklinik wurde bereits online versteigert. Insgesamt waren 1192 Lose zu einem Startgebot von total über 1,1 Millionen Franken zu haben. Mit der Konkursmasse hatte diese Versteigerung aber nur wenig zu tun, wie Masseverwalter Alexander Ospelt im Mai auf Anfrage erklärte. Nur etwa fünf Prozent der Lose standen unter seiner Verwaltung. Dabei ging es hauptsächlich um das medizinische Verbrauchsmaterial. Der grössere Teil der Gegenstände, welche zur Versteigerung gelangten, gehörte Leasingfirmen. 
Weiterhin offen ist, ob allenfalls auch Verantwortlichkeitsansprüche geprüft werden. Bereits letztes Jahr hatte Masseverwalter Alexander Ospelt dazu ausgeführt, dass zu prüfen sei, ob der Verwaltungsrat richtig gehandelt habe bzw. ob der Konkurs zum richtigen Zeitpunkt angemeldet worden sei. «Uns steht dann frei, ob wir selbst Verantwortlichkeitsklagen führen oder ob wir diese allenfalls versteigern.» (dv)

 

18. Jul 2019 / 06:30
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