• Kletterhalle
    Durch eine neue Ausgangslage wird die erste Kletterhalle in Liechtenstein wieder zum Thema.  (istock)

Kletterhalle im Land kriegt neue Chance

Die Kletterhalle ist noch nicht gestorben. Eine neue Ausgangslage sorgt dafür, dass wieder Gespräche geführt werden.
 
Die Befürworter einer Kletterhalle in Liechtenstein schöpfen seit Dienstag neue Hoffnung. Denn an diesem Tag hatte Sportminister Daniel Risch bekanntgegeben, dass die neue Sportstättenförderungsverordnung (SSFV) am 1. November in Kraft tritt. Damit fällt jene Hürde, an welcher die Kletterhalle im Jahr 2018 gescheitert ist – denn künftig ist die Zustimmung aller elf Gemeinden des Landes nicht mehr nötig. Deshalb soll das Projekt nun erneut  beim Liechtensteiner Alpenverein (LAV) diskutiert und entschieden werden, ob bei der Regierung ein neues Gesuch gestellt werden soll. 
 
«Projektgruppe des LAV trifft sich zu neuen Gesprächen»
 
Der LAV hat seine Pläne zum Bau einer Kletterhalle nie ganz aufgegeben – und nachdem sich mit der SSFV eine neue Chance bietet, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass das Projekt bald erneut auf der Traktandenliste des Landtags landet. Bereits im Mai dieses Jahres hat der LAV eine Projektgruppe gegrün-det, die sich damit beschäftigt hat, Lösungen für eine Finanzierung des Projekts zu finden. Und während die Regierung an der SSFV gearbeitet hat, hat der LAV parallel Gespräche mit Balzers und Planken geführt – also jenen Gemeinden, die das Projekt 2018 abgelehnt hatten. Das bestätigt Kletterhallen-Projektleiter Thomas Rehak. «Wir stehen mit verschiedenen Leuten in Kontakt und schauen, ob es Wege gibt, wie wir die Kletterhalle realisie-ren können. Denn ganz aufgegeben haben wir noch nicht – und nun liegt dank der SSFV eine neue Option und damit eine neue Chance auf dem Tisch.» Aufgrund der neuen Ausgangslage hat Thomas Rehak die Projektgruppe gestern Morgen bereits um ein neues Treffen gebeten. «Wir müssen die Verordnung und vor allem die neuen Förderungsgrundsätze und -voraussetzungen studieren. Dann werden wir unsere Chancen einschätzen und darüber entscheiden, ob wir nochmal einen neuen Anlauf nehmen.»
 
Wichtige Voraussetzungen werden nach wie vor erfüllt
 
Dass das Projekt Kletterhalle, so wie es bereits 2018 eingereicht wurde, nach wie vor die Grundsätze zur Förderung durch das Land erfüllt, davon geht Jürgen Tömördy, Leiter Stabsstelle für Sport, aus und attestiert dem LAV damit gute Chancen. Schon 2018 wurde dem Projekt nämlich landesweites Interesse nachgewiesen. Und auch die Eigenleistung von mindestens 20 Prozent des Gesuchstellers war 2018 kein Problem. Da die neue SSFV aber noch genauer als früher regelt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um in den Genuss einer Förderung zu kommen, wird der LAV aber sicher noch einmal genau über die Bücher gehen müssen.
Die Gemeinde Schaan, die im Jahr 2018 als Standortgemeinde für die Kletterhalle geplant war, zeigt sich jedenfalls nach wie vor offen für Gespräche. «Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir das bereits damals geplante Grundstück erneut zur Verfügung stellen würden», so Vorsteher Daniel Hilti.  Bei dem Grundstück handelt es sich um eine Teilfläche der Parzelle Nummer 1393, die sich im alten Riet im Dreiecksbereich zwischen Bahnlinie, dem Industriebetrieb Ivoclar und der Tennishalle befindet. (dv)
05. Okt 2019 / 07:00
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3 KOMMENTARE
"Demokratie" vom feinsten
Wenn die Gefahr besteht, dass ein Projekt etc... beim Volk keine Chance hat, wird einfach das diesbezügliche Gesetz geändert. In der Politik nennt sich dies dann, "angepasst". Warum nicht auch für den Bob- und Skeleton-Club eine Bobbahn, für den HC Hockeyclub Schellenberg ein Eisstadion inkl. Velodrom für den Radfahrer Verein Mauren, wo dann selbstverständlich Int. Kriterien durchgeführt werden könnten usw...? Da die Winter immer schneearmer werden, eine Skihalle wie in Dubai. Würde sich auch für den "Citysprint-Langlauf eignen. Keine Schneetransporte mehr aus Malbun. (Klimafreundlich). Also nur Vorteile...!!!
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 06.10.2019 Antworten Melden
Überrascht nicht!
War zu erwarten. Liechtensteiner Art vom Feinsten.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 05.10.2019 Antworten Melden
Durch die Hintertür...
Was sich hier Herr Risch, unser Vizeregierungschef, ausgedacht hat, ist überaus undemokratisch und eine Verhöhnung des Volkes. Solch einen Blödsinn brauchen und wollen wir nicht. Schon gar nicht mit Steuergeldern. Hier wird ganz klar versucht, Entscheide, welche beim Volk keinerlei Chancen haben, am Volk vorbei zu zwängen und trotzdem zu realisieren. Und so ein Herr will vermutlich bei den nächsten Wahlen Regierungschef werden. Bei solch einem Verhalten, gilt es genau das zu verhindern.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 05.10.2019 Antworten Melden

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