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    Das misshandelte Tier musste eingeschläfert werden.  (jotily)

Misshandelte Kuh in Ruggell: Neue Verhandlung

Im Fall der misshandelten Kuh in Ruggell hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Nun ist der Termin der öffentlichen Berufungsverhandlung bekannt.

Das Fürstliche Obergericht muss neu über das Urteil im Fall der misshandelten Kuh in Ruggell befinden. Die Liechtensteinische Staatsanwaltschaft hatte gegen das Urteil des Fürstlichen Landgerichtes vom August Berufung eingelegt. Die Berufungsverhandlung findet kommenden Mittwoch, 27. November, statt. Das teilte das Obergericht mit. 

Ein 21-Jähriger war im August zu einer bedingten Geldstrafe in der Höhe von 1200 Franken verurteilt worden. Ihm wird vorgeworfen, eine Kuh mit einer Mistgabel derart misshandelt zu haben, dass sie wenige Tage später eingeschläfert werden musste.
 
Der Fall ereignete sich im Dezember vergangenen Jahres. Zum einen soll der 21-jährige Betriebshelfer  die Kuh rund 20 Minuten lang mit einem Viehtreiber geplagt haben, zum anderen hat er sie gemäss Strafantrag fünf Tage später mit einer Mistgabel misshandelt. Er soll so lange auf den Rücken des Tieres eingestochen haben, dass die Kuh stark blutete. Wenige Tage später eiterten die Wunden und die Kuh konnte nicht mehr aufstehen. Schweren Herzens entschied sich der Bauer, der zum Zeitpunkt der beiden Vorfälle in den Ferien weilte, das Tier einzuschläfern.

Der Beschuldigte machte bei der Verhandlung im August kaum Angaben zu den Vorwürfen. Er behauptete, dass das alles nicht wahr sei. Die Zeugenaussagen aber waren eindeutig und die Richterin schenkte den Zeugen schliesslich Glauben. Sie verurteilte den 21-Jährigen zu einer Geldstrafe in der Höhe von 1200 Franken. Die Strafe beinhaltete, dass der Beschuldigte die Strafe nicht bezahlen muss, sofern er sich drei Jahre lang nichts zu Schulden kommen lässt. (vb)

20. Nov 2019 / 10:06
Geteilt: x
3 KOMMENTARE
Innenminister
Sehr guter Kommentar! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 20.11.2019 Antworten Melden
@Innenminister
Danke.

Ich weiss schon, dass man bei erstmaligem Auffälligwerden im Normalfall mit bedingten Geldstrafen hantiert, klar. Aber in diesen Fällen hätte die Geldstrafe wenigstens teilbedingt ausgesprochen werden können und/oder es müsste Bewährungshilfe / Therapie angeordnet werden. Vielleicht wurde das sogar gemacht (Bewährungshilfe angeordnet), aber ausser beim Pferdefall stand nichts davon.

Man kann einfach keinerlei Willen erkennen, Tierquälerei zu ahnden. Ausser einer ungenehmen Stunde im Gerichtssaal hat es für die Täter keine Folgen. Ich finde, es sagt sehr viel über eine Gesellschaft aus, wie sie mit Tieren/Schwächeren umgeht und bei dieser Rechtsprechung schäme ich mich geradezu für Liechtenstein.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 20.11.2019 Antworten Melden
Zeit für einen Wechsel
Ich würde hier halt mal die zuständige Richterin austauschen. Ständig muss die StA in Berufung gehen! Esel, Kuh, Pferd. Merkt denn das da niemand?

Es kann einfach nicht sein, dass solche Tierquäler ständig mit lächerlichen bedingten Geldstrafen davonkommen, wo Art. 35 Abs. 1 Bst. a Tierschutzgesetz ausser Geldstrafen auch eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vorsieht. Oder wenn schon nur Geldstrafe, dann wenigstens unbedingt!
Es kann doch nicht sein, dass Tierquälerei (egal ob sexuell oder mit dem Viehtreiber und der Mistgabel) im Land gratis und ohne jeglichen spürbaren Folgen ist!!!

Hoffentlich zeigt wenigstens das Obergericht Vernunft.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 20.11.2019 Antworten Melden

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