•  (Daniel Schwendener)

Bleibt McDonalds in Triesen?

Gerüchten zufolge soll es im Fastfood-Geschäft in Liechtenstein bald zu Verschiebungen kommen. Der Standort Triesen von McDonalds soll wackeln und Burger King sei auf Standortsuche, munkelt man. Ein Einstieg in die Region gilt als wahrscheinlich.

Der Pachtvertrag für die Räumlichkeiten von McDonald’s Triesen soll bald auslaufen, heisst es bei Klatschbasen in Triesen. Danach könnte sich der Burgerbrater nach einem Standort in Vaduz umschauen. Doch was ist an den Gerüchten dran? «Nicht viel», sagt Rudolf Gödl, Lizenznehmer des McDonald’s Triesen. «Der Pachtvertrag läuft noch ganze vier Jahre.» Bis dahin dauere es ja noch lange.
Zudem sei es der Hauptsitz von McDonald’s Schweiz in Crissier VD, der die Standorte mietet oder besitzt. Direkter Pächter des Gebäudes und der Parzelle in Triesen sei entsprechend McDonald’s Schweiz und nicht Gödls Franchiseunternehmen. Dieses bezahlt die Pacht für das Restaurant in Triesen seit rund 22 Jahren an den Hauptsitz von McDonalds Schweiz in Crissier VD .«McDonald’s evaluiert regelmässig mögliche neue Standorte und überprüft auch die bestehenden, um immer nahe bei den Gästen zu sein», sagt Gödl. Auch im Land habe sich die grösste Fastfood-Kette der Welt schon umgesehen und Objekte geprüft. Dass bald zwei McDonald’s-Restaurants in Liechtenstein stehen werden, glaubt er derzeit hingegen nicht, schliesslich gäbe es schon eine hohe Konzentration an Schnellverpflegungsangeboten in der Region. «Das McDonald’s-Restaurant in Buchs ist für Liechtensteiner auch gut erreichbar.» 

Dieses gehört ebenfalls Franchise­nehmer Gödl, genauso wie die beiden Restaurants in Chur sowie jenes in Mels. Für ein paar Jahre führte er auch das McDonald’s-Restaurant in St. Margrethen. Doch auf die Dauer war ihm die Distanz zu gross. «Zwischen Chur und St. Margrethen liegen rund 80 Kilometer.» Er pflege einen engen Kontakt zu den Mitarbeitern in den Restaurants sowie seinen Gästen und sei viel vor Ort. Da sei ihm das Gesamtgebiet mit der Zeit zu gross gewesen. «Ich wollte nicht den halben Tag im Auto verbringen.» So konzentriere er sich nun auf die fünf Restaurants seines Franchiseportfolios.

Auch der zweitgrösste Burgerbrater der Welt hat ein Auge auf die Region und Liechtenstein geworfen. Burger King evaluierte vor rund zwei Jahren einen Standort im Süden des Landes. Doch waren einerseits die Frequenzen zu tief, andererseits wurde man auch mit dem Immobilienbesitzer nicht handelseinig. 

Eher Buchs als FL bei Burger King
Derzeit gibt es seitens Burger King keine konkreten Pläne, um einen Standort in Liechtenstein zu eröffnen. Ein Burger-King-Lizenznehmer lässt jedoch durchblicken, dass er an einem Standort in Liechtenstein interessiert wäre. Doch die Anforderungen dafür seien hoch, da es einige Killerkriterien gebe. So muss beispielsweise die Einrichtung eines «Drive Thru» möglich sein. Dazu muss eine Liegenschaft so liegen, dass man sie mit dem Auto ganz umfahren kann. Zudem müssen die Frequenzen sehr hoch sein, damit ein Fastfood-Restaurant auch rentabel betrieben werden kann.

Konkreter interessiert sei der Lizenznehmer an einem Standort in der Region Buchs. Dort sei man schon einmal kurz vor einem Abschluss gestanden. Man wollte am Standort der Chickeria an der Heldaustrasse in Buchs unterhalb des M-Fit ein gemeinsames Projekt mit Chickeria lancieren. Die Idee war, dass der Gastraum mit Tischen, Stühlen und so weiter geteilt wird, die Kunden sich aber an zwei verschie­denen Theken bedienen können: Je nach Gusto bei Burger King oder eben Chickeria. Diese Idee sei jedoch wieder verworfen worden.

Bis ein Lokal eröffnet werden kann, sei grundsätzlich viel Geduld nötig. Ist erst einmal ein geeigneter Standort mit genügend hohen Frequenzen und geeigneter Grösse gefunden, gilt es, die nötigen Bewilligungen einzuholen. Dabei ist mit Einsprachen zu rechnen, die aus der Welt geschafft werden müssen. Somit dauert es meist eher Jahre als Monate, bis am gewünschten Standort ein Lokal eröffnet werden kann. Und was meint Gödl von McDonald’s zu allfälliger Konkurrenz von Burger King? Selbst wenn Burger King bald ein Restaurant im Land eröffnen würde, sei unwahrscheinlich, dass McDonald’s mit einem zweiten Restaurant im Land nachziehen würde. «Wir orientieren uns an den Bedürfnissen unserer Gäste und nicht an den Mitbewerbern», sagt Gödl. Ein Restaurant müsse auch wirtschaftlich Sinn ergeben, sonst lasse man lieber die Finger davon. Ganz ausschliessen möchte Gödl ein weiteres McDonald’s-Restaurant in der Region aber doch nicht: «Sag niemals nie», so der Franchisenehmer. (jeb)

 

08. Feb 2019 / 18:34
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