• Die Schweizer Wirtschaft wird laut der neusten Prognose im laufenden Jahr an Schwung verlieren. (Symbolbild)
    Die Schweizer Wirtschaft wird laut der neusten Prognose im laufenden Jahr an Schwung verlieren. (Symbolbild)  (KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Wirtschaft dürfte an Schwung verlieren

Die Ökonomen des Bundes haben ihre Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr gesenkt. Sie gehen nun von einem Plus von 1,1 Prozent aus, nachdem sie im Dezember noch 1,5 Prozent vorhergesagt hatten. Grund dafür ist der Zustand der Weltwirtschaft.
Bern. 

Diese verliere stärker an Schwung als bisher angenommen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Das bremse den Schweizer Aussenhandel und die Investitionstätigkeit. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 habe sich die Konjunktur in der Schweiz deutlich abgekühlt.

Die Seco-Experten gehen davon aus, dass die Konjunktur in diesem Jahr nur allmählich wieder Fahrt aufnimmt. Erst 2020 werde die Weltwirtschaft wieder "moderat" an Schwung gewinnen. Im kommenden Jahr werde die Schweizer Wirtschaft daher wieder mit 1,7 Prozent wachsen. Das Seco hält damit an seinen Prognosen vom Dezember fest.

Lohnentwicklung dämpft Konsum

Die Konjunkturabschwächung macht sich gemäss Seco auch am Arbeitsmarkt bemerkbar. Zwar betrage die prognostizierte Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2019 nur niedrige 2,4 Prozent. Doch das Beschäftigungswachstum schwäche sich ab und das Lohnwachstum bleibe gering. Dementsprechend entwickle sich der private Konsum unterdurchschnittlich.

Das Seco betonte ausserdem in der Mitteilung die Risiken für die Vorhersagen. Sollte der Handelsstreit weiter eskalieren, würden die Weltkonjunktur und der Welthandel stärker ausgebremst als in der Prognose angenommen, hiess es. Besonders Zölle "in beträchtlicher Höhe" auf deutsche Autos würden die Schweiz treffen.

Weitere Risikofaktoren sind gemäss Seco der Ausgang des Brexit-Streits, die wirtschaftliche und finanzielle Situation Italiens sowie das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU. (sda/awp)

14. Mär 2019 / 07:50
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