• Diese schmelzende  Eisskulptur belegte bei einer Fernsehdiskussion über den Klimawandel den Platz des englischen Premierministers Boris Johnson, der nicht zur Debatte erschien.  (Foto: Kirsty O'Connor/ Press Association / POOL EPA Keystone)
    Diese schmelzende Eisskulptur belegte bei einer Fernsehdiskussion über den Klimawandel den Platz des englischen Premierministers Boris Johnson, der nicht zur Debatte erschien. (Foto: Kirsty O'Connor/ Press Association / POOL EPA Keystone)  (KEYSTONE/EPA PA POOL/KIRSTY O'CONNOR/ PRESS ASSOCIATION / POOL)

Schmelzende Eisskulptur statt Boris Johnson

Eine schmelzende Eisskulptur auf dem eigentlich für Premierminister Boris Johnson vorgesehenen Platz bei einer TV-Debatte über Klimaschutz hat bei seinen britischen Konservativen für Empörung gesorgt.
London. 

Der Sender Channel 4 hatte die Parteichefs für die Sendung am Donnerstagabend eingeladen - Boris Johnson und Brexit-Partei-Chef Nigel Farage hätten jedoch abgelehnt, twitterte der Sender.

Daraufhin habe man entschieden, zwei Eisskulpturen in Form der Erdkugel, die die Notlage auf diesem Planeten verkörpern sollten, auf deren Plätze zu stellen. Die Skulptur auf Johnsons Platz hatte die Beschriftung "Conservatives" (Konservative).

Die Torys wandten sich daraufhin an die Medienaufsicht des Landes und beschwerten sich, diese Aktion sei ein "provokanter parteiischer Trick". Die Behörde müsse gegen Channel 4 vorgehen, da der Sender seine Pflicht zur Unparteilichkeit verletzt habe, wie BBC berichtete.

Zuvor hatte Staatsminister Michael Gove versucht, den Platz von Johnson einzunehmen - und war abgewiesen worden. Der Channel 4-Redakteur Ben de Pear rechtfertigte das Verhalten: Für die Debatte seien eben nur Parteichefs eingeladen gewesen.

Die Beschwerde der Torys kritisierte er harsch: "Setzt Euren Parteichef Boris Johnson neben die anderen Chefs und hört auf, Spielchen zu spielen. Verweigern Sie sich nicht und drohen Sie nicht mit unserer Lizenz, das ist eine heikle Angelegenheit", schrieb er auf Twitter. Die Briten wählen am 12. Dezember ein neues Parlament. Umfragen zufolge liegen die Torys von Johnson deutlich vorne. (sda/dpa)

29. Nov 2019 / 06:18
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