• Am Londoner Flughafen Heathrow ist am Dienstag eine Drohne gesichtet worden. Der Flugverkehr wurde für eine Stunde eingestellt. (Symbolbild)
    Am Londoner Flughafen Heathrow ist am Dienstag eine Drohne gesichtet worden. Der Flugverkehr wurde für eine Stunde eingestellt. (Symbolbild)  (KEYSTONE/EPA/HANNAH MCKAY)

Drohne legte Heathrow vorübergehend lahm

Der Londoner Flughafen Heathrow hat wegen einer Drohnensichtung für eine Stunde alle Abflüge gestoppt. Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme, teilte der Airport am Dienstagabend mit. Bereits im Dezember hatte eine Drohne Gatwick lahmgelegt.
London. 

Heathrow ist nicht nur der grösste Flughafen Grossbritanniens, sondern auch einer der bedeutendsten der Welt.

Laut Polizeiangaben waren die Sichtungen kurz nach 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit gemeldet und alle Abflüge daraufhin sofort gestoppt worden. Auf Fernsehbildern war deutlich ein Objekt am Himmel zu erkennen. Nach rund einer Stunde konnten die Flüge wieder aufgenommen werden.

Bereits kurz vor Weihnachten hatten Drohnen den Londoner Flughafen Gatwick für mehrere Tage lahmgelegt. Mehr als 100 Zeugen - darunter Piloten und Polizisten - hatten die Drohnen dort gesichtet. Etwa 1000 Flüge waren aus Sicherheitsgründen gestrichen oder umgeleitet worden. Betroffen waren 140'000 Passagiere. Die für die Zwischenfälle bei Gatwick verantwortlichen Täter wurden bislang nicht gefasst.

Sperrzonen um Airports

Aus dem Vorfall in Gatwick hatte die Regierung Konsequenzen gezogen. So sollen der Polizei mehr Befugnisse zur Landung, Beschlagnahmung und Suche von Drohnen übertragen werden, wie das Verkehrsministerium in London mitteilte. Darüber hinaus werde die Regierung an einem erweiterten Einsatz von Technologien arbeiten, durch die Drohnen an Orten wie Flughäfen oder Gefängnissen entdeckt und abgewehrt werden können.

Zudem sollen die Sperrzonen um Airports, in denen das Fliegen von Drohnen verboten ist, auf einen Radius von ungefähr fünf Kilometern ausgedehnt werden. Ab November 2019 sollen Drohnen-Besitzer zudem gesetzlich verpflichtet sein, sich zu registrieren. Polizisten dürften Anwesen durchsuchen und Drohnen beschlagnahmen - inklusive der elektronischen Daten, die in ihnen gespeichert sind. (sda/reu/dpa)

08. Jan 2019 / 19:10
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