• Israel wollte am Donnerstag mit der Raumsonde "Beresheet" auf dem Mond landen. Dies gelang jedoch nicht: Nach Angaben der Organisation SpaceIL war der wichtigste Motor der Raumsonde beim Landemanöver ausgefallen. Die Kommunikation mit der Sonde ging verloren.
    Israel wollte am Donnerstag mit der Raumsonde "Beresheet" auf dem Mond landen. Dies gelang jedoch nicht: Nach Angaben der Organisation SpaceIL war der wichtigste Motor der Raumsonde beim Landemanöver ausgefallen. Die Kommunikation mit der Sonde ging verloren.  (KEYSTONE/AP SpaceIL, Israel Aerospace Industries)

Israelische Mondlandung gescheitert

Die geplante Landung einer israelischen Raumsonde auf dem Mond ist gescheitert. "Wir sind nicht erfolgreich gelandet", sagte ein Repräsentant der israelischen Nonprofit-Organisation SpaceIL am Donnerstagabend.
Tel Aviv. 

Israel sei jedoch das siebte Land der Welt, dem es gelungen sei, in die Umlaufbahn des Mondes zu gelangen. Nach Angaben von SpaceIL war der wichtigste Motor der Raumsonde "Beresheet" beim Landemanöver ausgefallen. Die Kommunikation mit der Sonde ging verloren.

Israel hatte gehofft, als vierte Nation nach den Grossmächten Russland, USA und China auf dem Mond zu landen. Es war die erste privat finanzierte Mission dieser Art.

"Wir sind heute grenzenlos stolz", sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Kontrollzentrum in Jahud nahe Tel Aviv kurz vor der misslungenen Landung. "Es ist noch ein wichtiger Schritt für die Menschheit und ein riesiger Schritt für Israel." Netanjahu sprach von einer "fantastischen Errungenschaft".

"Wenn Du es beim ersten Mal nicht schaffst, versuchst Du es nochmal", sagte Ministerpräsident Netanjahu, der sich zusammen mit dem US-Botschafter in Israel, David Friedman, im Kontrollraum aufhielt, um die Landung mitzuverfolgen, nach dem Unglück.

Israelische Flagge als Symbol

Die Sonde war seit knapp einer Woche um den Erdtrabanten gekreist und hatte dabei mehrere wichtige Manöver gemeistert. Die Landung im Bereich des "Meers der Heiterkeit", einem Mondmeer, steuerte sie dann vom optimalen Punkt aus an.

Die Raumsonde hatte ihre sieben Wochen lange Reise zu dem Erdtrabanten am 22. Februar am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida begonnen. Sie wurde von einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk in die Umlaufbahn der Erde befördert.

Die Sonde mit einem Gewicht von knapp 600 Kilogramm und 1,50 Meter Höhe sollte eine israelische Flagge auf dem Mond aufstellen und das Magnetfeld untersuchen. (sda/dpa/afp)

11. Apr 2019 / 21:48
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