• Gerichtsgebäude
     (Elma Korac)

Wie kam der grösste Betrugsfall des Landes ans Licht?

Mit einer Deliktsumme von über 40 Millionen Franken erlebt Liechtenstein derzeit einen seiner grössten Betrugsfälle.

Ein Treuhänder und ehemaliger Präsident des Staatsgerichtshofs muss für weitere zwei Jahre hinter Gitter. So lautete das Urteil des Vaduzer Kriminalgerichts am Donnerstag. Insgesamt 30 Geschädigte gibt es in dem Fall von Wirtschaftskriminalität, der ganz Liechtenstein erschütterte. Die Deliktsumme liegt bei über 40 Millionen Franken. Die Abwärtsspirale begann bereits im Jahr 2009. Damals führte es den –bis dato so angesehenen – Treuhänder und ehemaligen Präsidenten des Staatsgerichtshofes auf eine kriminelle Schiene, die er bis zu seiner Verhaftung vor zwei Jahren nicht mehr verlassen konnte. Die Anzeige kam aber nicht etwa von den Banken oder etwa der Finanzmarktaufsicht des Landes (FMA).

FMA will Verfahren ausgelöst haben

«Am 21.6. und am 30.8.2016 gingen bei uns Anzeigen von Geschädigten ein. Diese führten zur Einleitung von zuerst polizeilichen Ermittlungen, bei denen sich herausstellte, dass bereits sehr viele Exekutionsverfahren anhängig waren. Es gelang uns dann ausreichend Beweismaterial zu sammeln, um eine gerichtliche Untersuchung mit Hausdurchsuchung und Verhaftung des Verdächtigen zu beantragen», bestätigt der Liechtensteiner Staatsanwalt Robert Wallner auf Anfrage. Die Hausdurchsuchung und Festnahme wurden bereits am 6.9. vollzogen. Wie Recherchen zeigen, gab es bis zur Verhaftung bei der Staatsanwaltschaft weder von den betroffenen Banken noch von der Finanzmarktaufsicht  selbst eine Anzeige oder einen Hinweis.

Die Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht erklärte vor zwei Jahren (Ausgabe vom «Liechtensteiner Vaterland» vom 3. Nomember 2016) hingegen auf Anfrage, das Verfahren selbst ausgelöst zu haben. Die FMA habe demnach im Rahmen ihrer Aufsichtskompetenzen in der Aufsicht über Treuhänder und Treuhandgesellschaften Auffälligkeiten festgestellt und aufsichtsrechtliche Massnahmen gesetzt. (dal)

19. Okt 2018 / 18:39
Geteilt: x
1 KOMMENTAR
Unfähige FMA
Dies ist doch wieder einmal ein Paradebeispiel für die Inkompetenz der „Schnarchnasen“ bei der FMA.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 19.10.2018 Antworten Melden

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