• Hotel Restaurant Gorfion in Malbun
    Eine entscheidende Rolle für Malbun spielte der Erhalt des Hotels Gorfion und das Jugendhotel Jufa, welches das ganze Jahr geöffnet ist.  (Daniel Schwendener)

Rekord-Saison dank Jubiläum und Wetter

Mehr verfügbare Betten, das 300-Jahr-Jubiläum und gutes Wetter: Die vergangene Sommersaison schliesst mit den bisher besten Zahlen des Jahrtausends ab.

Liechtenstein ist vor allem für seinen Wintertourismus bekannt. Dabei begrüssten die Hotels im Sommer sowohl im Tal als auch in den Bergen sogar ein Drittel mehr Gäste als zur Wintersaison 2018/19. Dies zeigt die gestern veröffentlichte Tourismusstatistik.

Von Mai bis Oktober waren es heuer 83 524 Logiernächte, im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 15,8 Prozent. Damit wurde zum ersten Mal seit 1992 (84 716 Logiernächte) die 75 000-Hürde geknackt. Gleichzeitig vermeldet man bei den Gästeankünften 8776 mehr als im Sommer 2018. Der zunehmende Gästeansturm gilt für alle Regionen des Landes, wobei die Aufenthaltsdauer mit 1,6 Nächten etwas unter dem Vorjahresniveau (1,7 Nächte) ausfällt.  

Angebot und Nachfrage scheinen sich gemäss der Daten der vergangenen Jahre gegenseitig zu beeinflussen. Somit scheint der einheimische Tourismus in Liechtenstein dem Gleichgewichtsprinzip, einem klassischen Phänomen der Mikroökonomie, zu folgen. «Ein möglicher Grund für die starke Zunahme der Logiernächte ist die Zunahme der verfügbaren Betten in der Hotellerie im Rheintal», schreibt Florian Beusch vom Amt für Statistik, der für die Begleitpublikation verantwortlich ist.

Mit Abstand den grössten Zuwachs verzeichnet die Region Vaduz (+132 verfügbare Betten), wo dieses Jahr das Hotel Residence vergrössert wurde. Mehr verfügbare Betten führen demzufolge auch zu mehr Touristen, lautet die wirtschaftliche Faustregel.   

300-Jahr-Jubiläum und gutes Wetter sorgen für mehr Gäste
Die Zunahme der Logiernächte können auch Hotelbesitzer im Land bestätigen. So berichtet Vibeke Vögeli, Vizepräsidentin des Liechtensteiner Hotel- und Gastronomieverbands (LHGV), vom Alpenhotel Vögeli: «Den ganzen Sommer lang sind durchgehend mehr Leute in Malbun gewesen. Zudem hatten wir tolles Wetter, auch der Herbst war schön.» Eine entscheidende Rolle für das Feriengebiet spiele auch das Jugendhotel Jufa, welches das ganze Jahr geöffnet ist, sowie der Erhalt des Hotels Gorfion. «Mehr Infrastruktur bringt mehr Gäste ins Land und von diesen sind die Geschäfte abhängig», meint Vögeli. 

Nicht nur externe Faktoren wie das Wetter haben zur Steigerung der Logiernächte geführt. Sie seien auch das Resultat einer «systematischen Marktbearbeitung», meint Renate Bachmann, Bereichsleiterin Tourismus von Liechtenstein Marketing. Die intensivere Zusammenarbeit mit den Hoteliers, die ihr Werbe-Engagement ausgebaut haben, bewähre sich. Zudem habe das 300-Jahr-Jubiläum und die daraus erfolgte weltweite Medienpräsenz dem einheimischen Sommertourismus eine «grosse Zugkraft» verliehen. Allem voran lockten der Liechtenstein-Weg und Sonderausstellungen im Kunst- sowie Landesmuseum zahlreiche Gäste ins Land. «In der abgelaufenen Sommersaison wurden deutlich mehr übernachtungsrelevante Veranstaltungen durchgeführt», betont Bachmann. (gk)

12. Dez 2019 / 13:10
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