•  (Daniel Ospelt)

IMS-Gruppe entlässt 20 Mitarbeiter

Finanzielle Probleme Die IMS-Gruppe in Bendern baut 20 Stellen ab. Die Mitarbeiter des Möbelherstellers wurden von der Kündigung per Ende des Jahres kalt erwischt.

Ende September flatterte die schlechte Nachricht für 20 der insgesamt 30 Mitarbeiter des Möbelherstellers ins Haus. Sie wurden per Ende Jahr gekündigt. Einem der Mitarbeiter der IMS-Gruppe mit Sitz in Bendern, der schon seit 20 Jahren für das Unternehmen tätig ist, macht das schwer zu schaffen. «Die Kurzfristigkeit haben wir auch kritisiert», erklärt Sigi Langenbahn vom Liechtensteinischer Arbeitnehmerverband (LANV)  auf Anfrage. Am 20. September haben der Geschäftsführer und die Finanzchefin des Unternehmens den LANV persönlich über die finanziellen Probleme und die diesbezüglichen Restrukturierungspläne unterrichtet. 

Sozialplan ausgearbeitet
Die Geschäftsleitung hat zusammen mit einer Unternehmensberatung einen Sozialplan ausgearbeitet, aber verlängerte Kündigungsfristen soll es keine geben. «Wir haben der Firma  noch einige Möglichkeiten geliefert, wie man für soziale Härtefälle und langjährige ältere Mitarbeitende individuelle Verbesserungen erreichen kann», erklärte Langenbahn. Mit dem Inhaber hatte der LANV selbst noch keinen Kontakt. Es handelt sich dabei um eine Investorengruppe, die bereits 2007 einstieg. 

Die IMS-Gruppe befindet sich seit längerer Zeit in einer tiefgreifenden Restrukturierung. Das Unternehmen hatte im Frühjahr 2015 den Verkauf der Liegenschaft in die Wege geleitet. Die Ankündigung hatte Befürchtungen geweckt, wonach der Möbelhersteller seinen Hauptsitz in Liechtenstein auflösen könnte. Der damalige IMS-Chef Hoppelshäuser widersprach dem noch vehement: «Wir müssen auch am Standort Liechtenstein schlanker und effizienter werden», erklärte er damals. Aus diesem Grund wurden Teile des Lagers und des Showrooms künftig nicht mehr benötigt. So wurde auch die Ausstellungsfläche um die Hälfte auf 3000 Quadratmeter verkleinert. In personeller Hinsicht wollte das Unternehmen eigentlich nicht auf die Bremse treten, wie die Geschäftsleitung vor zwei Jahren noch beteuerte. Sie wollte sogar  Personal am Standort Liechtenstein aufstocken. 

Die IMS Group ist Teil der Berggruen Holdings Ltd. und erreicht mit mehr als 2500 Mitarbeitern einen Umsatz von circa 190 Millionen Euro jährlich. (dal)

10. Okt 2018 / 05:30
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