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Glyphosat-Grenzwert: Zieht Liechtenstein mit?

Die Schweiz plant, mehrere Grenzwerte für Pestizide in Gewässern anzupassen. So will der Bund die Glyphosat-Grenzwerte zum Beispiel um das Hundertfache erhöhen.

Neu soll die Schwelle bei 10 Mikrogramm pro Liter liegen statt wie bis jetzt bei 0,1. Für 25 Pestizide soll der Wert angehoben werden, für 12 laut Schweizer Bundesamt für Umwelt besonders umweltgefährdende Wirkstoffe soll er sinken. Auf diese Weise will man den unterschiedlichen Toxizitäten der Pestizide gerecht werden.

In Liechtenstein gelten für den Gewässerschutz nicht die Schweizer Grenzwerte – während diese für die Pflanzenschutzmittelverordnung automatisch gelten. Sollte die Schweiz daher Grenzwerte anpassen, dann werden diese nicht automatisch in Liechtenstein übernommen – auch wenn sich die Umweltgesetzgebung hierzulande an den Vorlagen des Nachbarn orientiert.

«Die Anpassung der Grenzwerte wird durch das Amt für Umwelt in Liechtenstein nach dem definitiven Erlass der schweizerischen Verordnung unter gleichzeitiger Berücksichtigung der EU-Vorgaben geprüft werden», heisst es auf Anfrage beim Ministerium für Landwirtschaft. Liechtenstein kann demnach eigenständig über die Glyphosat-Grenzwerte entscheiden – also für jenes umstrittene Pestizid, das laut der Internationalen Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation «wahrscheinlich krebserregend» ist. Der Grenzwert ist derzeit in Liechtenstein gleich hoch wie in der Schweiz. (dal)

21. Sep 2018 / 22:07
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