• Malbun Schnee
     (Eddy Risch)

Eine Richtung, verschiedene Wege

Eine neue Studie offenbart eine für Bergbahnen herausforderungsreiche Gegenwart und Zukunft, zugleich aber auch eine prinzipiell positive Haltung der Branche. «Wirtschaftregional» hat bei den Betrieben in Malbun, in Damüls und am Pizol nachgefragt.

Die Richtung ist unumstritten. «Hoch hinaus» soll es gehen. So besagt es der Titel einer kürzlich publizierten Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC), für welche der Wirtschaftsdienstleister 125 Bergbahnunternehmen in der Schweiz und in Österreich befragt hat. Im Wortsinn ist das eine Selbstverständlichkeit: Mit der Gondel hinauf in luftige Höhen. So ist es in der Natur der Sache angelegt. Gemünzt auf langfristigen unternehmerischen Erfolg ist der Weg nach oben jedoch alles andere als eine Entwicklung, die ohne Weiteres erwartet werden darf. Zu gross sind die Herausforderungen, denen sich die Bergbahnen in der Gegenwart wie der Zukunft gegenübersehen. Das zeigt die PwC-Studie deutlich auf. Und rät den Betrieben, etwas zu wagen, um eine langfristige Perspektive zu haben. «In der Bergbahnbranche bleibt kein Stein auf dem anderen», schreiben die Autoren. «Ob sich ein Unternehmen in den ökonomischen Steilhängen des Bergtourismus erfolgreich halten kann, hängt unter anderem von seiner Fähigkeit ab, sich neu zu erfinden.»


Als klar grösstes Problemfeld identifiziert die Studie – wenig überraschend – den Klimawandel. Schnee wird vielerorts zusehends zur Mangelware. Das Wintergeschäft, das vor allem in der Schweiz ohnehin schon unter sinkenden Besucherzahlen leidet, droht weiter zu schrumpfen. Entgegenwirken können Bergbahnen dem nur mit künstlicher Beschneiung und einer stärkeren Gewichtung des Sommertourismus. Ebenfalls als enorme Herausforderung erachten viele Bergbahnen den grossen Konkurrenzkampf in Folge eines Überangebots am Berg. Die gezielte Positionierung im Markt, das substanzielle Schärfen des eigenen Profils, das über das Unterbieten des Preisniveaus der Konkurrenz hinausgeht, wäre eine mögliche Bewältigungsstrategie. Doch auch hier haben die Unternehmen oftmals grossen Nachholbedarf, wie die Studie herausstreicht. Wie auch hinsichtlich der Kooperation mit anderen Leistungserbringern wie Skischulen, Gastronomiebetrieben oder anderen Bergbahnen – einem weiteren grossen Problembereich, den die Autoren anführen. (ob)

 

09. Mär 2018 / 17:21
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