• Wirt Mario Mayer (Mitte) verlässt den «Hirschen».  (Rudi Schachenhofer)

«Hirschen» in Mauren sucht neuen Pächter

Wirt Mario Mayer hat seine Kündigung per 30. Juni 2020 eingereicht. Er «mag nicht mehr».

Das Gasthaus zum Hirschen gehört zu Mauren wie seine sieben Hügel. Seit über 100 Jahren steht das traditionelle, gutbürgerliche Restaurant an der Torkelgasse, in zentraler Lage gegenüber dem Café Matt. Dort wurde es 1912 von seiner damaligen Besitzerin Rosina Oehri neu aufgebaut, nachdem das ursprüngliche Lokal an der heu­tigen Binzastrasse, knapp 600 Meter vom jetzigen Standort entfernt, niederbrannte. Nach neun Jahren wird der aktuelle Pächter Mario Mayer mit seinen Cordon bleus das traditionelle Lokal verlassen. Wie Vorsteher Freddy Kaiser auf Anfrage bestätigt, hat der Wirt aus der ­Steiermark am 5. Dezember die Kündigung eingereicht. Aufgrund der halbjährigen Frist wird das Pachtverhältnis somit am 30. Juni 2020 enden. «Es gibt viele Gründe, die mich zum Aufhören bewegen, aber wo soll ich anfangen und aufhören? Ich mag nicht mehr», erklärt Mayer. Der Wirt lässt seine Zukunft offen und möchte sich jetzt darauf konzentrieren, das Gasthaus ordentlich zu übergeben. Bei seinem Vorgänger war der Grund klar: In der Pressemitteilung wird ein «markanter Umsatzeinbruch» in den letzten zwei Jahren unter der Führung von Markus Bühler erwähnt.

Auch «Räbabar» könnte einige Monate stillstehen 
Die Gemeinde Mauren, welche 1998 das Gasthaus für 2,25 Millionen Franken erwarb und daraufhin von Grund auf renovierte, muss einen Nachfolger suchen. Vorsteher Freddy Kaiser möchte an der Gemeinderatssitzung am 18. Dezember den formellen Auftrag einho­len. Anschliessend soll die Liegenschaftsverwaltung die Stelle ausschreiben. Ob und wie lange der «Hirschen» und die dazugehörende Räbabar geschlossen bleiben, wird sich zeigen. «Wenn der Wirt vor den Sommerferien rausgeht, muss erfahrungsgemäss noch das eine oder andere gerichtet werden. Das Ziel lautet, dass wir das Gasthaus bis im Herbst 2020 wieder zum Verpachten bringen», so Kaiser. 

Vor gar nicht allzu langer Zeit musste die Gemeinde Mauren bereits einen neuen Pächter suchen, damals jedoch im Weiler Schaanwald. Nach zehn Monaten meldete der «Alte Zoll» im Februar 2018 Konkurs an. Ein Jahr später eröffnete das italienische Restaurant «Sapori» an seiner Stelle. 

«Freihof»-Wirt wird am 18. Dezember 2020 aufhören
2020 wird ein traditionelles Gasthaus in Mauren komplett schliessen. «Freihof»-Wirt Josef Kaiser wird am 18. Dezember 2020 in Pension gehen. Gültige Gutscheine für das Lokal können bis zu diesem Datum eingelöst werden. Anfang Juli hat ausserdem das «S3»-Lokal in der Industrie Schaanwald nach sechs Jahren seine Türen geschlossen. Statt einheimischer Hausmannskost wird in Maurens Gastronomie zukünftig vorerst thailändisch oder italienisch gekocht. Abgesehen vom Restaurant Sportstüble, das dem Tennisclub Eschen/Mauren gehört. (gk)

10. Dez 2019 / 21:50
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