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    Hohes Fieber sind die Folgen einer «richtigen» Grippe.  (Thomas_EyeDesign)

Grippewelle rollt an

In der Schweiz wird bereits von einer Grippeepidemie gesprochen. In Liechtenstein hat die «richtige» Grippe den Höhepunkt noch nicht erreicht. Doch dies wird bald der Fall sein.

Pünktlich zum Start der fünften Jahreszeit rollt die Grippewelle an. Mit 120 Arztbesuchen wegen Grippebeschwerden pro 100 000 Personen hat die Grippe in der Schweiz den schweizerischen epidemiologischen Wert überschritten. In der Vorwoche waren es laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch 95 Personen, die den Arzt aufsuchten. Den Höhepunkt hat sie allerdings noch nicht erreicht, die Werte sind steigend. Auch in Liechtenstein, wie Ruth Kranz, Präsidentin der Liechtensteinischen Ärztekammer, gegenüber Radio L sagt: «In drei bis fünf Wochen wird auch bei uns von einer Grippe-epidemie gesprochen werden können.» Der Grund, dass die Grippewelle in Liechtenstein erst später ankommt, liegt darin, dass sie sich von der Westschweiz her ausbreitet. 

Höhepunkt wird jeweils an der Fasnacht erreicht
Trotzdem liegen bereits jetzt viele Liechtensteiner krank im Bett. Denn nicht nur die Grippe, sondern auch ein Magen-Darm-Virus und Erkältungen sind im Umlauf. Eine richtige Grippe und ein grippaler Infekt ist nicht dasselbe. Wie Ruth Kranz erklärt, hat der Patient bei einer «richtigen» Grippe ein schweres Krankheitsgefühl: Hohes Fieber, Gliederschmerzen, Husten und manchmal sogar eine Lungenentzündung gehören zu den Symptomen. Spätestens zwei Tagen nach Ausbruch sollte der Arzt aufgesucht werden. Danach heisst es: Mindestens eine Woche Bettruhe und, um einer Verbreitung entgegenzuwirken, so wenig Kontakt wie möglich zu anderen Menschen. Denn der Grippepatient ist auch nach dem Ausbruch der Krankheit noch bis zu fünf Tage ansteckend. Doch gerade in der Fasnachtszeit ist das schwierig. Maskenbälle, Umzüge, Monsterkonzerte und dekorierte Lokale ziehen viele Menschen an – ein Kontakt ist unvermeidlich. Aus  diesem Grund ist die Fasnacht auch jeweils der Höhepunkt 
der Grippesaison. Deshalb gilt: Fleissig die Hände waschen und auch desinfizieren.

Impfung wirkt dieses Jahr hochprozentig
Wer bereits geimpft ist, hat gute Chancen, diesen Winter ohne Grippe zu überstehen. «Die diesjährige Impfung hat die kursierenden Grippestämme sehr gut getroffen. Sie schützt deshalb hochprozentig vor einer Grippeinfektion», sagt Ruth Kranz. Laut BAG ist es noch nicht zu spät für eine Impfung. Besonders für Menschen mit erhöhtem Komplikationsrisiko sei sie auch zu Beginn der Grippewelle sinnvoll. Zu beachten sei allerdings, dass der Körper nach der Impfung ein bis zwei Wochen benötige, um einen Schutz aufbauen zu können. (manu)

24. Jan 2020 / 22:05
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