• Nach dem erfolgreichen Start in das Börsenjahr 2018 zeigt sich an den internationalen Märkten eine deutliche Korrektur.  (pd)

Kapitalanlagen in stürmischen Zeiten

Stehen die Zeichen auf Sturm? Schnelles, leichtes Geld verdienen, ohne ein entsprechendes Risiko einzugehen, ist nicht möglich. Das Jahr 2018 setzte sich an den Aktienmärkten mit einem dynamischen Aufwind in Bewegung. Es sah aus, als ob die Börsen nur eine Richtung kennen und sich dieser Weg nach oben auf Basis anhaltend positiver Wirtschaftsdaten, übertroffener Gewinnprognosen und einer immer noch verhältnismässig niedrigen Inflation beschleunigt. Was wünscht sich das Börsianer-Herz mehr?
Von Wolfgang Zehenter*. 

Die bisherigen Zinserhöhungen in den USA, vor allem aber die geplanten Zinserhöhungen für 2018, schienen die Investoren nicht zu beeindrucken. In diesem Umfeld gewann der EUR weiter an Stärke, obwohl sich der Abstand zwischen europäischen und amerikanischen Zinsen zugunsten des USD ausweitete. Für viele Investoren eine unverständliche Situation. Wer eine vorsichtige Strategie verfolgte, musste sich oft kritischen Fragen stellen. «Die Börsen sind doch so stark gestiegen. Weshalb ist unsere Performance nicht so hoch?», fasst Wolfgang Zehenter, CEO der Zehenter & Partner Invest AG Vermögensverwaltungsgesellschaft, die Situation zusammen und erklärt weiter: «Viele Investoren blicken nur auf die Aktienperformance und ignorieren das Null-Zins-Umfeld.»

Plötzlich drehte der Wind und es zeigt sich derzeit eine doch ordentliche Korrektur an den Aktienmärkten. Die Zinsmärkte, besonders in den USA, haben schon heftig korrigiert, vor allem Unternehmensanleihen und High Yield Bonds sind besonders betroffen. «Weshalb diese Korrektur?», fragen sich viele, denn die Weltwirtschaft läuft, die Zinsen sind tief und die Unternehmensgewinne entwickeln sich positiv. Die Antwort liegt in der komplexen Struktur der Finanzmärkte. Sensibel wird oft auf Fakten reagiert, die davor lange Zeit ignorierte wurden. Der S&P500 ist seit Jahresanfang fast unverändert, hat aber von der Spitze im Januar binnen zehn Tagen mehr als 10 Prozent verloren. Der Dax hat von seinem Top im Januar ebenfalls mehr als 10 Prozent abgegeben. Fast identisch war die Bewegung im japanischen Nikkei 225 Index.

Klares Ziel, viele offene Fragen
Geht die Korrektur weiter? Wie weit fallen die Kurse noch? Beginnt eine Baisse? Der DAX und SMI haben seit Ende Januar 2018 die gesamte Performance eines Jahres verloren. Wie soll man das eigene Vermögen in einem solchen Umfeld mit annähernd null Zinsen investieren? Macht es Sinn, in negativ rentierende Staatsanleihen zu investieren? Wie lange lässt man Liquidität zinslos auf dem Konto liegen, während die Inflation, auch wenn sie derzeit nur gering ist, die Kaufkraft dieses Geldes schmälert? Wie lange wartet die Europäische Zentralbank mit der Rückkehr zu geldpolitischen Regeln? Wie lange können die Amerikaner ihren Dollar trotz deutlichen Zinsvorteils so tief halten? Wie werden sich die Handelskriege auswirken, die Präsident Trump mit den Strafzöllen jetzt begonnen hat? Welchen Einfluss hat die enorme Geldmenge, die in den letzten Jahren gedruckt wurde, auf die Entwicklung der Wirtschaft in den kommenden Jahren? Die Liste der offenen Fragen scheint unendlich und birgt eine Vielzahl an Gefahren und Unsicherheiten. Das wichtigste Ziel dabei ist der Kapital- und Kaufkrafterhalt. «All dies sind Fragen, die wir jetzt und heute nicht beantworten können, von deren Antworten jedoch das Ergebnis unserer Kapitalanlage stark abhängig ist», gibt Zehenter zu bedenken und verdeutlicht die unternehmenseigene Anlagestrategie, bei der bewusst auf Alpha, um aussergewöhnlich hohe Renditen zu erzielen, verzichtet wird und Sicherheit im Mittelpunkt steht. Die Aktienstrategie MinMax Global Equity als auch die Zinsstrategie Strategic Income sind bewusst auf die Partizipation an Aufwärtstrends ausgerichtet und sollen durch Absicherungsmechanismen den grösseren Teil von Abwärtsbewegungen vermeiden. Auf dieser Basis wird zielgerichtet Kapital- als auch Kaufkrafterhalt gewährleistet und es kann beruhigt nach vorne geschaut werden, bis wieder ruhigere Börsenzeiten anbrechen.

Wolfgang  Zehenter

Wolfgang Zehenter

*Wolfgang Zehenter
Gründer und CEO der Zehenter & Partner Invest AG in Schaan

 

 

28. Mär 2018 / 15:43
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