• Phönix WT
    Die Phönix WT ist in Buchs für ein halbes Jahr im Testbetrieb. (Bild: LPT AG)

Beim VfA wütet ein Tornado

Seit drei Wochen testet die VfA in Buchs/Sennwald einen künstlichen Tornado, der Mithilfe der Anlage Phönix WT, einer Innovation aus Ruggell, erzeugt wird und die Abfallschlacke verwertbarer machen soll. Unterstützung erhält das Projekt von der Klimastiftung.

Der Bund plant eine Verschärfung der gesetzlichen Vorgaben für die Abfallverwertung in der Schweiz. Im Jahr 2020 werden sie in Kraft treten. Grund genug für die Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA), sich frühzeitig zu rüsten. Die KVA Buchs/Sennwald versucht dies mit einer blauen, kompakten Anlage mit dem Namen Phönix WT. Sie erzeugt einen künstlichen Tornado, der die Problemreststoffe der Kehrichtverbrennung noch einmal verwertbar machen soll. Die innovative Anlage, wie sie die Klimastiftung Schweiz in einer Mitteilung nennt, stammt aus Ruggell. Seit bald 15 Jahren forscht das Ingenieurteam der LPT AG an dem künstlichen Tornado. Dabei erhält der Betrieb seit 2014 finanzielle Unterstützung von der Klimastiftung Schweiz. Weiter beteiligen sich an dieser Entwicklung die Life Klimastiftung Liechtenstein sowie drei Liechtensteiner Banken.

Kleinste Partikel entfernen

Die Phönix WT sterilisiert, pulverisiert und trocknet Filterschlämme sowie die Ofenschlacke der Kehrichtverbrennung. Dadurch können kleinste Partikel aus der Schlacke entfernt werden, die bisher auf Deponien landeten. Die zusätzliche Trocknung verringert die Menge an Schlacke im Abfall. Für ein halbes Jahr befindet sich die Anlage in Buchs bei der KVA im Testbetrieb. Nach der Auswertung entscheidet der Verein für Abfallentsorgung (VfA), ob er die Anlage fest in die Abfallverwertung integriert.

Denn bei positiven Resultaten bietet die Anlage der Abfallindustrie eine reelle Chance. Aufgrund der strengeren Vorgaben des Bundes ab 2020 müssen mehr Wertstoffe aus der Schlacke gewonnen und mehr umweltbelastende Inhalte entfernt werden, wozu die Phönix WT konstruiert wurde. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden bietet die Phönix WT mehr Energieeffizienz. Mit ihren rund 15 Quadratmetern braucht sie relativ wenig Platz und ist schneller im trocknen und zerkleinern von Materialien als herkömmliche Techniken. Diese Erfindung hat die LPT AG zum Patent angemeldet. (ms)

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18. Aug 2017 / 10:35
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