• Die Schweizer Luftwaffe will am Flugplatz Emmen LU häufiger fliegen, nachdem sie ihre regelmässige Basis in Sion VS Ende 2017 aufgeben wird. (Archivbild)
    Die Schweizer Luftwaffe will am Flugplatz Emmen LU häufiger fliegen, nachdem sie ihre regelmässige Basis in Sion VS Ende 2017 aufgeben wird. (Archivbild)  (KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

20 Prozent mehr Jet-Flüge für Emmen

Die Schweizer Armee will am Flugplatz Emmen ab 2018 rund 20 Prozent mehr Jetbewegungen abwickeln. Gründe sind die Schliessung des Militärbetriebs in Sion und der Aufbau des 24-Stunden-Luftpolizeidienstes. Öfter landen und starten werden Tiger F-5- und PC-21-Flieger.
Emmen LU. 

Die Schliessung von Sion habe Auswirkungen auf alle verbleibenden Flugplätze Payerne VD, Meiringen BE und Emmen LU, sagte Bernhard Müller, stellvertretender Kommandant der Luftwaffe, am Freitag an einer Medienkonferenz in Emmen. Diese Auswirkungen fielen aber in den Regionen unterschiedlich aus.

Die Schweizer Armee zählt rund 22'000 Jet-Bewegungen oder 11'000 Flüge pro Jahr. Mit der Aufgabe von Sion sind in Meiringen und Emmen neu jährlich rund 5000 Bewegungen vorgesehen, in Payerne 11'000. Für Emmen bedeute dies gegenüber 2016 eine Zunahme von 20 Prozent oder 500 Flüge, sagte Müller. Dies mache pro Betriebstag zwei bis drei zusätzliche Flüge von Tiger-Maschinen aus.

Der Bundesrat kommunizierte am Donnerstag in einer Antwort auf einen Vorstoss von Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo (SP/LU) andere Vergleichszahlen. Dem VBS zufolge liegt der Grund darin, dass sich der Bundesrat auf Bewegungszahlen von 2015 berufe. Die Flugbewegungen variieren jährlich stark.

Das neue Regime gelte voraussichtlich für die Jahre 2018 bis 2021. Was nach 2021 gelte, sei heute noch offen und hänge von den weiteren Reformen ab, sagte Müller. Die vierwöchige Jetflug-Sperre im Sommer bleibt in Emmen erhalten.

Keine Zusagen machte der stellvertretende Luftwaffenchef an die Luzerner Regierung. Dies hatte gefordert, dass eine zusätzliche Lärmbelastung für Emmen mit einem Aufbau von neuen Arbeitsplätzen in der Region einhergehen müsse. Bernhard Müller sagte, das VBS müsse auf Geheiss des Bundesrats insgesamt 300 Stellen streichen. Da sei es nicht opportun, an irgendwelche Regionen Zusagen zu machen. (sda)

17. Feb 2017 / 12:41
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