• Postfächer Liechtenstein, Vaduz
    Postfächer in Liechtenstein werden ab 2018 kostenpflichtig.  (Tatjana Schnalzger)

Gebühren für Postfächer sehr unterschiedlich

Die Liechtensteinische Post will mit Postfachgebühren für zusätzliche Einnahmen sorgen. Ein Blick in die Nachbarländer zeigt, dass die Gebühren sehr unterschiedlich sind. So bietet die Schweizerisch Post ihr Basisangebot immer noch kostenlos an.

Die Ankündigung der Liechtensteinischen Post AG, dass sie ab dem 1. Januar 2018 für ein Postfach eine Jahresgebühr von 120 Franken verlangt, sorgt für Diskussionen. Für viele Postfachkunden ist dieser Schritt nicht nachvollziehbar, da sie aus ihrer Sicht dadurch der Post Arbeit abnehmen, da ihnen dadurch der Briefträger ihre Sendungen nicht nach Hause bringen muss. In ihrem Schreiben erklärt die Liechtensteinische Post AG, dass in den Nachbarländern Schweiz und Österreich die Gebühren für die Postfachbenützung «schon vor mehreren Jahren» eingeführt wurde. Für die Schweiz stimmt dies nicht ganz. Hier wurde die Umstellung erst im letzten Jahr flächendeckend eingeführt. Dies vor allem auch deshalb, da die Schweizerische Post viele Leerstände an Postfächern hat und diese deshalb reduzieren will.

Basisangebot in der Schweiz weiterhin kostenlos

Das Basisangebot für ein Postfach bietet die Schweizerische Post AG weiterhin kostenlos an. Einzige Bedingung für einen Neukunden ist, dass er pro Tag durchschnittlich mindestens fünf adressierte Sendungen erhält. Bei bestehenden Kunden ist man in der Schweiz noch ein wenig grosszügiger. Hier können es auch nur drei Briefe pro Tag sein. Wer diese Mindestmenge nicht erreicht oder von gewissen Zusatzleistungen Gebrauch machen will, der zahlt für das Postfach in der Schweiz pro Jahr 240 Franken. 

In Österreich muss für ein privates Postfach mit 108 Euro im Jahr in etwa gleich viel bezahlt werden, wie ab 2018 bei der Liechtensteinischen Post. Für Geschäftskunden verrechnet die Österreichische Post AG eine Gebühr von mindestens 264 Euro im Jahr. In Deutschland wurde im Juli 2016 für Neukunden und im März 2017 für bestehende Kunden eine Gebühr für die Nutzung eines Postfachs eingeführt. Seither verlangt die Deutsche Post 20 Euro im Jahr.

Die Geschichte der Postfächer ist übrigens in Europa schon über 140 Jahre alt. Die Schweiz hat dieses Angebot 1873 als eines der ersten europäischen Länder nach amerikanischen Vorbild eingeführt. (sap) 

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12. Sep 2017 / 18:51
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