• Kostenentwicklung
    Cholesterin - ein "Volksleiden"  (istock)

Bruttokosten der OKP um 2 Prozent gestiegen

Die ersten Zahlen zur Kostenentwicklung 2016 in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung liegen nun vor. Sie zeigen, dass die Bruttokosten um 2 Prozent gestiegen sind, die stärkste Kostensteigerung gab es bei den Spitälern.
Schaan. 

In einer Mitteilung schreibt der Liechtensteinische Krankenkassenverband, dass unter anderem die Korrekturen in verschiedenen Tarifwerken für die unterdurchschnittliche Kostenentwicklung verantwortlich sind.

Die Gesamtkosten erhöhten sich von 167.3 Millionen auf 170.6 Millionen Franken. Am stärksten ist die Kostensteigerung im Bereich Spitäler. Hier stiegen die Kosten von 61.9 Millionen Franken auf 66, 2 Millionen, während die Kosten in anderen Bereichen rückläufig sind. Im Jahr 2016 und 2017 sind in der Region weitere Spitäler eröffnet worden (bspw. Medicnova Privatklinik AG, Bendern oder Klinik Gut, Fläsch etc.). So erfreulich diese Entwicklung mit Blick auf Arbeitsplätze und Standortattraktivität der Region sei, müsse auf der anderen Seite aufgrund des damit erhöhten Angebots auch in Zukunft mit steigenden Spitalkosten und Prämien gerechnet werden, schreibt der Krankenkassenverband weiters.

In den Bereichen Physiotherapie, Arztleistungen, Laborleistungen seien die Bruttoleistungen rückläufig oder stagnieren ungefähr. In all diesen Bereichen konnten Tarifsenkungen verhandelt werden, oder die Regierung hat in den letzten Jahren tiefere Tarife hoheitlich festgesetzt. Für den Liechtensteinischen Krankenkassenverband haben Tarifsenkungen allerdings nur einen Einmaleffekt. Zur langfristigen Sicherung der Finanzierbarkeit unserer Gesundheitsversorgung seien sie ungeeignet.

Die Bruttokosten der Pflegeheime und Familienhilfe (Spitex) sind gestiegen. Bei den Pflegeheimen sind die Kosten moderat gestiegen (+0.7 Prozent). Im Bereich der Familienhilfen (Spitex) ist die Steigerung deutlicher. Allerdings ist dazu zu sagen, dass die Tarife im Bereich der Familienhilfen auf das Jahr 2016 erhöht wurden. Diesen Schritt haben die Familienhilfen und Krankenversicherer gemeinsam eingeleitet, um schrittweise bis 2018 das Tarifniveau der angrenzenden Kantone der Schweiz zu erreichen. Die Familienhilfeorganisationen sind gemäss dem Krankenkassenverband enorm wichtig für die Versicherten. Sie werden geschätzt und geniessen hohes Vertrauen. Die Anhebung der Tarife auf das Niveau der angrenzenden Kantone sei deshalb fair und richtig.

Der LKV wird im Laufe der Monate Februar und März weitere Auswertungen der Daten 2016 vornehmen und die Öffentlichkeit im März über die Erkenntnisse informieren. (pd/red)

14. Feb 2017 / 13:29
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